Die Vereinsgeschichte

Die Vereinsgründung im Jahre 1960 geht darauf zurück, dass Oskar Ferber versuchte, einem noch vorhandenen Es-Bass Töne zu entlocken. Mit Unterstützung des Musikers Adolf Gliemann aus Bad Münstereifel wurden diese bald anhörbar. Die Begeisterung ergriff schnell mehr und mehr weitere Musikfreunde aus dem Dorf. Nach wenigen Monaten fleißigen Übens unter Gliemann's gestrenger Stabführung gestalteten acht stolze Bläser das Weihnachtsfest 1960 bereits mit.

 

Seit langer Zeit war damit zum ersten Male wieder Blasmusik von einer ortsansässigen Musikkapelle zu hören. Die jungen Musiker knüpften damit an eine alte Rupperather Tradition an, die durch den Krieg unterbrochen wurde. Davon zeugen die im Dorf noch vorhandenen handgeschriebenen Noten und vier Instrumente, die bei der Gründung des Bläserchors eine wertvolle, ja historische Hilfe waren.

 

Unter der musikalischen Leitug von Adolf Gliemann erhöhte sich die Zahl der aktiven Musiker auf etwa 20. In den folgenden Jahren konnten wir uns mehr am kulturellen Leben des Dorfes beteiligen, zum Beispiel:

Bei Ständchen, an Kirmestagen, kirchlichen Feiern, Martinszügen und an Karneval.

Unsere erste selbstständige Veranstaltung war eine Karnevalssitzung im Jahre 1962 zu der man für 1DM Zutritt hatte. Angespornt durch den großen Erfolg haben wir diese auch in den darauffolgenden Jahren gestaltet.

 

Durch fleißiges Üben im Pfarrjugendheim war unser Repertoire bald so groß, dass wir Konzerte bestreiten konnten. So haben wir zum Beispiel regelmäßig Heimatabende des Verkehrsverein Rupperath, die im Rythmus von 14 Tagen stattfanden, musikalischen bereichert. Dies führte dazu, dass wir auch in der näheren Umgebung an Festen teilnahmen und dadurch unsere Vereinskasse etwas aufbesserten. Endlich waren wir in der Lage unsere erste einheitliche Kleidung anzuschaffen.

 

In dieser vom Auftrieb geprägten Zeit des Vereinslebens hatten wir den Tod unseres sehr aktiven Mitgliedes Hermann Tümmler zu beklagen. Daneben verließen weitere Spieler aus Altersgründen, durch Umzug oder Zeitmangel den Verein. Es waren jedoch immer wieder junge Menschen bereit, mitzuwirken.

 

Nach Ausscheiden von Adolf Gliemann und kurzer Leitung durch Michael Ohlert übernahm 1967 Peter Schäfer, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte, die musikalische Leitung.

 

Zur Auflockerung der musikalischen Tätigkeit veranstalteten wir 1971 auf dem Sportplatz unser erstes Waldfest, das bis heute seine Tradition bewahrt hat.

 

Rückschläge erlebte der Verein in der Folgezeit immer wieder durch Ausscheiden älterer Mitglieder und Einberufung der Jugendlichen zur Bundeswehr. Dadurch mussten wir uns verstärkt um Nachwuchs bemühen.

 

Als Hermann Schwindt aus Berresheim sich als Jugendleiter zur Verfügung stellte, wurde unser Werben um die Jugendlichen ein großer Erfolg. Hermann Schwindt versteht es bis heute, gerade die Jugendlichen für die Musik zu begeistern und ihnen das für jeden Musikanten erforderliche Wissen und Können zu vermitteln.

 

Es war ein glücklicher Zufall, als wir den Obermusikmeister a.D. Georg Seegers aus Hummerzheim im gleichen Jahr als Berater und Dirigenten gewinnen konnten. Durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine Persönlickeit hat er den Verein entscheidend mitgeprägt.

Es war ein großer Verlust, als sein Wirken im November 1981 durch den Tod beendet wurde. Mitten in den Vorbereitungen einer Vereinsfahrt nach England im Dezember 1981, die im Rahmen des Verschwisterungsaustausches zwischen den Städten Ashford und Bad Münstereifel stattfand, traf uns sein Tod schmerzlich.

 

Peter Schäfer hatte inzwischen durch die Beratung und Tätigkeit von Georg Seegers und gleichzeitigen Besuch eines Dirigentenlehrgangs an der Musikschule Schleiden die Qualifikation eines Volksmusikdirigenten erlangt und übernahm jetzt wieder die Musikleitung des Vereins.

Musikalische Erfolge und gute Kameradschaft stärkten den Verein. Mit diesem guten Klima traten immer mehr aktive Mitglieder unserem Verein bei, so dass wir zum 25. Jubiläum mit 28 Musikern aufspielen konnten.

 

Hermann Schwindt hatte aber noch weitere sieben Jugendliche in seiner Ausbildung, die sehr bald unsere Reihen verstärkten. So waren wir fast mit unserer Wunschbesetzung ausgestattet und konnten uns auch an etwas schwierigere Musikstücke heranwagen.

 

In den neunziger Jahren konnten wir leider ausgeschiedene Mitglieder nicht mehr ersetzen. Auch Hermann Schwindt stand aus Altersgründen nicht mehr als Ausbilder für die Jugendlichen zur Verfügung. Um diese Lücke zu füllen vermitteln wir Interessenten eine Ausbildung, sei es Vereinsintern, durch den Volksmusikerbund oder sei es an der Musikschule.

 

Am 26. Mai 2000 konnten wir 40 Jahre Bläserchor Rupperath feiern. Gemeinsam mit der Feuerwehr, die ihr 80-jähriges Bestehen feierte, fanden die Festlichkeiten im Festzelt mitten im Dorf statt.

 

Bestimmt hat auch die 40- Jahr-Feier dazu beigetragen, einige junge Leute zu inspirieren bei uns mitzumachen.

Wir alle haben uns sehr gefreut, als in den Folgejahren etliche Jugendliche unseren „Bläserchor“ verstärkten. Daher können wir heute,  im 50. Jubiläumsjahr, mit 24 Musikern aufspielen.

 

Unsere Mitbürger wollen wir auch weiterhin mit unserer Blasmusik erfreuen und begeistern.

Gerne nehmen wir neue Musiker in unserer Gemeinschaft auf, damit die musikalische Gestaltung verbessert werden kann.

 

Unser Bläserchor ist im kulturellen Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Ohne Blasmusik würde dem Ort ein wesentlicher Kulturträger fehlen. Der Bläserchor hat sich durch sein vielseitiges Mitwirken bei allen mögliche Dorf- und Kirchenfesten, sowie auch bei auswärtigen Veranstaltungen ein Ansehen geschaffen.

 

Emblem des Bläserchors Rupperath

Dankeschön

Es ist uns ein besonderes Anliegen,

allen jenen Menschen Dank auszusprechen,

die es ermöglicht haben, dass unser Verein

über eine so lange Zeit bestehen kann.

Einen herzlichen Dank an allen Gönnern,

Sponsoren und Helfern, ohne deren Mithilfe

es nicht möglich wäre, einen Klangkörper

wie diesen aufrecht zu erhalten.